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PHILIPPE ARLAUD - Regisseur

Philippe Arlaud

Künstlerischer Leiter, Regisseur, Bühnenbildner, Licht Designer

Ich bin in Paris geboren und in Mulhouse aufgewachsen. Meine Mutter war Schuldirektorin und mein Vater Chemiker. Obwohl ich zwischen den Vogesen und dem Elsass eine glückliche Kindheit verbracht habe, war ich ein wildes und undiszipliniertes Kind. Ich habe vom sechsten bis zum letzten Schuljahr elf Mal den Bildungsgang gewechselt und sieben verschiedene Gymnasien besucht!

Nach einem Umweg über das Medizinstudium an der Universität Straßburg habe ich über die Ecole d'Art Dramatique de Strasbourg (Schauspielschule des Straßburger Nationaltheaters) die Freude am Theater entdeckt und sah die Möglichkeit, daraus einen Beruf zu machen.

Es wurde mir nichts in die Wiege gelegt, keine Berufung bereitete mich auf die Welt des Theaters vor. Erst mit etwa dreißig Jahren entdeckte ich die Bühnenberufe, die schnell zur Leidenschaft wurden.

Fasziniert von der Wirkung des Lichts bin ich mit der Bezeichnung des „Light Designers“ in die magische Welt des Theaters eingetreten. Antoine Vitez und Jean Marie Villégier waren die Ersten, die mir die Aufgabe des Lichts ihrer Aufführungen anvertrauten.

Sehr bald habe ich auch die Entwürfe für die Dekors übernommen und bin hierbei vom Theater zur Oper und von der Oper zum Theater gewechselt. Giorgio Strehler, Bob Wilson, Klaus Michael Grüber und Peter Stein waren die Begleiter der ersten Stunde.

Elke Lang, deutsche Schauspielerin und Regisseurin, nahm mich mit zu den Theaterbühnen von Frankfurt, Basel, Hamburg und Wien. Diese Zusammenarbeit mit Elke Lang war für meine Entwicklung in Richtung Regiearbeit und für meine Auswanderung nach Deutschland und Österreich entscheidend.

Hans Gratzer, Regisseur, Theaterdirektor und mythische Wiener Persönlichkeit, bot mir an, mich an seiner Seite im Schauspielhaus weiter zu entwickeln. Aus dieser Zusammenarbeit sind nicht weniger als fünfunddreißig Werke entstanden, dank derer ich mich in den Jahren von 1990 bis 2000 in Wien etablieren konnte.

Ab 1995 erfüllten die Oper und die Regiearbeit nach und nach mein ganzes oder fast ganzes kreatives Schaffen. Diese neue Wendung habe ich diesmal folgenden Theater- und Operndirektoren zu verdanken: u.a. Alfred Wopmann, Rudolf Berger, Jean-Marie Blanchard, Götz Friedrich, Andreas Möelich Zebhauser, August Everding, Thomas Novohradsky, Wolfgang Wagner ...

Pina Bausch, Tadeus Kantor, Hans Grazer und Elke Lang waren und sind noch immer die Quellen meiner Inspiration für meine Arbeit als Regisseur.

Von all den Dirigenten, mit denen ich im Allgemeinen harmonisch und freundschaftlich zusammen­gearbeitet habe, ist die Begegnung mit dem Dirigenten Thomas Hengelbrock hervorzuheben. Denn die Zusammenarbeit mit ihm war geprägt von einer intensiven und herzlichen Art der Musikinszenierung am Theater! Es ist kein Zufall, dass ich nach ihm die künstlerische Leitung des Feldkirch Festivals übernommen habe, wobei ich darauf geachtet habe, den Geist und die Kontinuität zu bewahren. Durch diese erste Erfahrung der Programmgestaltung entdeckte ich das Vergnügen und die Verantwortung für eines künstlerischen Direktors.

Meine Begegnung mit Nicolaus Richter, Dirigent und Leiter der Musikschule Bayreuth, hat es mir ermöglicht, die pädagogischen Aspekte der Musik und des Theaters unter einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Hierbei haben wir zahlreiche Projekte für junge Künstler aller Nationalitäten, insbesondere französische und deutsche, gefördert. Diese Zusammenarbeit wird regelmäßig fortgeführt und u.a. eine neue internationale Produktion von „Der Ring an einem Abend“ von Wagner, 2013 in Bayreuth, hervorbringen.

Seit etwa fünfzehn Jahren realisiere ich stets mit größter Freude die Dekors, das Licht, die Dramaturgie und die Inszenierung meiner Werke.

In meinen Aufführungen wird eine Filmsprache - Zooms, Panoramabilder, Kameraeinstellungen, Kamerafahrten und Montagen eingebunden, die sich in strukturierten, kinetischen, einfachen, offenen, unentbehrlichen und oft bunten Räumen unter der immer musikalischer, gehobener und anspruchsvoller werdenden Leitung der Schauspieler und Sänger entfalten.

Ich träume davon, ein Theater, ein Opernhaus oder ein lyrisches Festival zu leiten, um bei den nachfolgenden Generationen Begeisterung zu wecken, sie zu übertragen und mitzugeben, und um zusammen mit dem Publikum eine endlose Liebesgeschichte rund um die Musik weiter zu fördern.

Meine Wurzeln sind in Straßburg und im Elsas, seit 2005 lebe ich wieder in Frankreich zwischen Toulon und Marseille, aber eine Hälfte meines Herzens ist in Wien geblieben.

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