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NINA RUSSI - Regisseurin

Nina Russi

Die schweizerisch-österreichische Regisseurin Nina Russi hat sich dem Musiktheater und Opernbetrieb genauso wie spartenübergreifenden Projekten verschrieben. Sie glaubt an die Unmittelbarkeit von Theater und an magische Momente!

Das Regiedebüt von Nina Russi erfolgte 2013 am Opernhaus Zürich mit dem Abschlussabend Il faut s’aimer des Internationalen Opernstudios, einer szenischen Collage zu Mozarts Frühwerk La finta semplice erweitert um Arien und Ensembles von Belcanto über Britten bis Poulenc. Ein Jahr später folgte auf der Studiobühne des Opernhauses Zürich die erfolgreiche Inszenierung der zeitgenössischen Kinderoper Die Gänsemagd der Berliner Komponistin Iris ter Schiphorst zur Spielzeiteröffnung 2014/2015. Bei den Salzburger Festspielen realisierte Nina Russi Mendelssohns Sommernachtstraum sowie Mozarts Zauberflöte als Mitspielopern und mit dem Lucerne Jazz Orchestra setzte sie die Klanggeschichte Der Mondmilchstein szenisch um.

Es folgten Regierarbeiten am Theater Winterthur und am Konzert Theater Bern, wo sie die Uraufführung der Familienoper Reise nach Tripiti auf die Bühne brachte. Für das Festival «Blickfelder. Künste für ein junges Publikum» inszenierte Nina Russi Ein Stein im Klee, ein partizipatives Projekt in der Schiffbauhalle des Schauspielhauses Zürich. Für die Tonhalle Zürich konzipierte sie ein szenisches Projekt zu Strawinskys Petruschka.

2016 kehrte Nina Russi mit einer Inszenierung der zeitgenössischen Oper Gold! von Leonard Evers ans Opernhaus Zürich zurück. Eine weitherum beachtete Uraufführung folgte in der Spielzeit 2017/18 ebenfalls am Opernhaus Zürich mit der Kammeroper Der Traum von Dir des Schweizer Komponisten Xavier Dayer nach der Novelle «Brief einer Unbekannten» von Stefan Zweig. Diese Uraufführung steht am Anfang einer Reihe des Opernhauses Zürich mit Auftragswerken an Schweizer Komponisten. Ein Herzensprojekt der Regisseurin ist Musik im Rausch, ein aussergewöhnlicher Konzertzyklus der Violinistin Deborah Marchetti, der klassische Musik in Verbindung mit anderen Kunstformen in unkonventionelle Räume bringt.

Zum Jubiläumsjahr 2018/2019 von Leonard Bernstein inszenierte Nina Russi am Theater Aachen Bernsteins gefeierte Opernwerke A Quiet Place und Trouble in Tahiti als Doppelabend. Geplant sind am Opernhaus Zürich eine halbszenische Aufführung von Bellinis La Sonnambula sowie im Herbst 2019 eine Fantasy-Oper von Mark-Anthony Turnage auf der großen Bühne. Außerdem in Planung sind eine zeitgenössische Oper für ein Klassik-Festival in Finnland, sowie eine Barock-Oper mit dem Argovia Philharmonic.

Stipendien
Nina Russi war Stipendiatin verschiedener internationaler Regieprogramme: International Summer Arts Program in Watermill, New York, unter der künstlerischen Leitung von Robert Wilson (2008); Europäische Akademie für Musik & Darstellende Kunst in Montepulciano bei Prof. Dr. Michael Hampe (2011); Directors Lab am Lincoln Theater Center, New York (2012); Internationales Forum beim Berliner Theatertreffen (2014); Stipendiatin der Bayreuther Festspiele durch die Schweizerische Richard Wagner-Gesellschaft (2016). Die Residency for a Stage Director der enoa Institution (European Network of Opera Academies) brachte sie ans Teatr Wielki Warschau (Polish National Opera), unter der künstlerischen Leitung von Mariusz Trelinski, sowie ans Festival D’Aix-en-Provence, Bernard Foccroulle war ihr Mentor (2018).

Preise und Wettbewerbe
Im Herbst 2018 erhielt Nina Russi einen Förderbeitrag Theater des Aargauer Kuratoriums (Schweiz). Beim Europäischen Opernregie-Preis (EOP) der Camerata Nuova war sie 2016 mit La Traviata im Halbfinale.

Spielleitung
Seit der Spielzeit 2007/2008 ist Nina Russi Spielleiterin und Regieassistentin am Opernhaus Zürich. In über 30 Neuinszenierungen arbeitete sie mit Regisseuren zusammen wie Calixto Bieito, Robert Carsen, Robert Wilson, Hans Neuenfels, Harry Kupfer, David Pountney, Graham Vick, Andreas Homoki, Matthias Hartmann, Sven-Eric Bechtolf, Jens-Daniel Herzog, Grischa Asagaroff, Tatjana Gürbaca und Barrie Kosky.

Weitere Zusammenarbeiten mit den Regisseuren Peter Mussbach, Sebastian Baumgarten, Laurent Pelly und Marco Arturo Marelli führten sie an die Opernhäuser in Dresden, Berlin, Hamburg und Wien. An der Seite von Oscar-Preisträger Maximilian Schell betreute sie die Operette Wiener Blut bei den Seefestspielen Mörbisch.

Bei verschiedenen Opern- und Musicalproduktionen stand Nina Russi selber als Darstellerin auf der Bühne, beispielsweise in Helmut Baumanns Victor/Victoria am Bremer Theater sowie in David Pountneys Ballo in Maschera und als junge Norma in der legendären Norma von Robert Wilson am Opernhaus Zürich.

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