SINE BUNDGAARD - Sopran

Sine Bundgaard

Die Dänische Sopranistin Sine Bundgaard gab ihr internationales Debüt als Zerbinetta in Strauss' Ariadne auf Naxos an der Opéra municipal de Marseille im Jahr 2002. Ein Jahr später sang sie ihr Debüt an der Königlichen Dänischen Oper als Gilda in Verdis Rigoletto. In Deutschland war sie 2006 erstmals zu hören, als Fiakermilli in Strauss' Arabella an der Bayerischen Staatsoper in München. Seither führt sie eine umfangreiche internationale Karriere, sowohl als Konzert- und Oratoriensängerin als auch als Opernsängerin. Unter EMI hat sie 2005 eine CD mit Orchesterliedern von Strauss, Duparc, Berg und Poulenc aufgenommen, die zur Vocal-CD des Jahres 2005 gewählt wurde und international grosse Anerkennung gefunden hat.

Sine Bundgaard gastierte an der Opéra National de Paris, am Théâtre de Champs- Élysée, an der Opéra Comique, an der Bayerischen Staatsoper, am Drottningholm Slottsteater in Stockholm, in Marseille, Antwerpen, Nancy, Lausanne, am Teatro delle Muse di Ancona, am Holland Festival in Amsterdam, an den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik und der Dänische Nationaloper.

Seit 2009 ist sie Ensemblemitglied an der Königlichen Dänischen Oper in Kopenhagen, wo sie sich ein breites Spektrum im lyrischen Fach erarbeitet hat: Contessa Almaviva, Pamina, Donna Elvira, Juliette, Michaëla, Nedda, Nannetta, Lauretta, Lulu und Manon Lescaut (Henze).

In der Spielzeit 2016/17 wird Sine Bundgaard als Juno, Mystery, Attendant u.a. in einer Neuproduktion von H. Purcells „The Fairy Queen“ zu hören sein. Regie führt Aniara Amos, Lars Ulrik Mortensen dirigiert das Orchester Concerto Copenhagen. Danach folgt die Rolle der Jenny Smith in einer Neuinszenierung von Brecht / Weills „Der Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ in der Regie von Graham Vick. Im Frühjahr 2017 wird sie in der sehr erfolgreichen Figaro-Neuproduktion 2015/16 von dem preisgekrönten jungen Dänischen Regisseurin Elisa Kragerup als Contessa Almaviva auf Tourné gehen.

Im Konzertbereich wurde Sine Bundgaard wiederum zu den Händel Festspielen in Karlsruhe im Februar 2017 eingeladen: diesmal in der Titelpartie von Händels Oratorium „Theodora“. Weiter enthält die kommende Saison Konzerte von Bachs H-Moll Messe, Verdi Requiem und Händels Messias, alle in Kopenhagen.

2015/16 sang sie an der Königlichen Dänischen Oper in Kopenhagen Manon Lescaut in Henzes „Boulevard Solitude“ (Neuproduktion von Lotte de Beer, Musikalische Leitung: Jeremie Rhorer) und ihre erste Contessa Almaviva in Mozarts „Le Nozze di Figaro“) (Regie: Elisa Kragerup, Musikalische Leitung: Andreas Spering), sowie Konzerte von Händels Messias, Mozarts Requiem und Brahms Requiem. Mit dem Pianisten Thomas Rischel gab sie ein Recital mit Liedern einer ganzen Reihe von Komponisten wie zum Beispiel Carl Nielsen, Alexander von Zemlinsky oder Frederic Delius, zu Texten von I. P. Jacobsen.

2014/15 sang sie Cleonilla in Vivaldis „Ottone in Villa“ am Copenhagen Operafestival (Regie: Deda Christina Colonna, Musikalische Leitung: Lars Ulrik Mortensen, Concerto Copenhagen), Costanza in Händels „Riccardo Primo“ in Benjamin Lazars hochgepriesener Produktion an den internationalen Händel-Festspiele in Karlsruhe (Musikalische Leitung: Paul Goodwin), sowie die Titelrolle in Alban Bergs „Lulu“ (Produktion von Stefan Herheim aus dem Jahr 2010, für deren Interpretation Sine Bundgaard Reumert-Nominierung als Sängerin des Jahres erhielt) und Pamina in der „Zauberflöte“ an der Oper Kopenhagen.

2014/15 erschienen 3 Aufnahmen mit Sine Bundgaard:

2015 - Castiglionis „Salmo XIX“ mit dem Dänischen Radio-Sinfonieorchester unter Gianandrea Noseda (Label: Chandos)
2014 - John Frandsens „Requiem“ mit dem Danish Radio Symphony Orchestra (Label: Dacapo)
2012 - Verdis „Requiem“ in einer Live-Aufnahme unter der Leitung von Per Enevold (Label: Classico).

Zu ihren neusten zeitgenössischen Rollen gehören die Titelrolle in Alban Bergs „Lulu“, die Cheshire Cat in Unsuk Chins „Alice im Wunderland“ (Bayerische Staatsoper unter Leitung von Kent Nagano im Jahr 2008) sowie Sopran 2 in Wolfgang Rihms hoch gelobten „Dionysos“ beim Holland Festival (Regie: Pierre Audi, Musikalische Leitung: Ingo Metzmacher 2011).

Als erfahrene Sängerin für Alte Musik, interpretierte sie die Rolle wie Costanza in Händels „Riccardo Primo“ (Franco Fagioli) an den Internationalen Händel-Festspielen in Karlsruhe 2015, Angelica in Haydns „Orlando Paladino“ unter René Jacobs am Edinburgh International Festival sowie den Innsbrucker Festwochen für Alte Musik 2011, Amélite in Rameaus „Zoroastre“ unter Christoff Rousset und der Regie von Pierre Audi in Stockholm, Amsterdam und Paris (DVD opus Arte) 2009, Drusilla in Monterdis „Orfeo“ von David McVicar 2008 und Cleonilla in Vivaldis „Ottone in Villa“ am Copenhagen Opera Festival (Regie: Deda Cristina Colonna, Muikalische Leitung: Lars Ulrik Mortensen) 2014.

Als Konzertsängerin umfasst ihr Repertoire unter anderen die 4. Symphonie von Gustav Mahler, Brahms Requiem, Verdi Requiem, Carl Nielsens 3. Symphonie, Lieder von Strauss und Grieg, Bergs Sieben frühe Lieder, Lieder von Duparc, sowie zahlreiche Oratorien wie Händels Messias, Mozarts Requiem und C-mol Messe sowie Bachs Johannespassion, Mattheuspassion und Bb-mol Messe.

Sine Bundgaard arbeitete mit Dirigenten Gianandrea Noseda, Jeremie Rhorer, Michael Boder, Carlo Rizzi, Ingo Metzmacher, Rene Jacobs, Philippe Herreweghe, Kent Nagano, Bertrand de Billy, James Conlon, Pinchas Steinberg, Michael Schønwandt, Enrique Mazzola, Giancarlo Andretta, Matthias Pintscher, Lars Ulrik Mortensen, Andreas Spering, Christophe Rousset, Manfred Honeck, Theodor Guschlbauer, Peter Schneider, Thomas Dausgaard, Thomas Søndergaard, Antoni Wit, Rolf Gupta, Alexander Shelley und Tobias Ringborg .

Sine Bundgaard wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet: 2004 wurde sie von Dänischen Radio zur Künstlerin des Jahres gewählt, 2005 erhielt sie den Aksel Schiøtz Preis und 2006 den Elisabeth Dons- und den Prins Henrik Preis und 2011 wurde sie vom Reumert- Komitee als Sängerin des Jahres nominiert. Im Jahr 2013 erhielt sie den Orden des Dänischen Königshauses „Ridder af Dannebrog“.

Press and Review

John Frandsen: Requiem, Lux Aeterna, danish national symphony orchestra and choir

Verdi Requiem: Libera me

Song by Frederick Delius to the text of J.P.Jacobsen: In the garden of the serail

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