SANJA RADISIC - Mezzo-Sopran

Sanja Radisic

Von der Fachzeitschrift Opernglas wurde Sanja Radišić als „eine betörende, absolut authentische Carmen” beschrieben. Sie „illustriert alle Nuancen zupackender Erotik, lockender Verführungskunst und den unbändigen Freiheitsdurst mit einer Stimme, in der sich gehaltvolle Fülle mit eleganter Leichtigkeit und einem schönen Legato paart … Sanja Radišić ist die Idealbesetzung in dieser gelungen Inszenierung”, schreibt Grenzecho.net über ihre Rolle der Carmen.

In Aachen debütierte sie in der Rolle der Ulrica in „Un ballo in maschera“ und als Brangäne in „Tristan und Isolde“. Danach sang sie die Carmen in Bizets gleichnamiger Oper, die Eboli in „Don Carlo“, die Adalgisa in Norma, Polinesso in „Ariodante“ und Jezi baba in der „Rusalka“, die Dritte Dame in “Die Zauberflöte” in Aachen und Bonn, die Anita in “West side story” in Theater Heerlen.

2014 wurde sie vom Musik Festival Düsseldorf eingeladen die Hauptrolle der Sarah in der modernen Oper „Abraham“ von Daniel Schnyder zu singen.

Sanja Radišić absolvierte nach Ihrem Grafikdesign-Studium eine Gesangsausbildung an der Universität der Künste in Belgrad bei Violeta Radaković. Ihre Ausbildung ergänzte sie von 2008 bis 2011 an der Opernschuleder Hochschule für Musik in Mannheim u.a. bei Snežana Stamenković. Sie war Stipendiatin des Kulturministeriums Serbiens und der Wilhelm Müller-Stiftung Mannheim. Sie kann auf mehrere erste Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben verweisen, u.a. auf einen Preis für die Sängerin mit der größten Perspektive im Fach dramatischer Mezzosopran. Beim internationalen Gesangswettbewerb in Alcamo (Italien) erhielt sie im Jahr 2007 unter der Präsidentschaft von Joan Sutherland einen Förderpreis für die beste Debütantin und 2008 unter Wettbewerbsleitung von Lucia Serra den dritten Preis. Beim Internationalen Gesangswettbewerb “Hariclea Darclee”u.a. unter Nicolae Herlea in Braila (Rumänien) errang sie den ersten Preis und eine Goldmedaille.

Konzertauftritten sang sie unter anderem mit der Philharmonie Baden-Baden, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, dem Sinfonieorchester Aachen (Eurogress, Kurpark Classix) und dem Orchester des Belgrader Nationaltheaters, zudem erhielt sie mehrere Einladungen der Franz Liszt Gesellschaft. Über ihre Arbeit als Opernsängerin hinaus, spielte sie bei dem Schauspielabend “Lichter ziehen vorüber” mit nach Filmen von Aki Kaurismäki unter der Regie von Christine Rast. In der Spielzeit 2016/17 erleben Sie Sanja Radišić als Lady Macbeth “Macbeth”, als Fruma Sarah in “Fiedder on the roof” und als La Zia Principessa in der “Suor Angelica”.

REPERTOIRE:

  • Lady Macbeth Macbeth
  • G.Verdi Eboli Don Carlo
  • G.Verdi Ulrica Un ballo in mascera
  • Federica Luisa Miller G.Verdi
  • Brangäne Tristan und Isolde R.Wagner
  • Venus Tannhäuser R.Wagner
  • Carmen Carmen G.Bizet
  • Hexe Hänsel und Gretel E.Humperdinck
  • Polinesso Ariodante G.F. Händel
  • Dritte Dame Die Zauberflöte W.A.Mozart
  • Jezi Baba Rusalka A.Dvořák
  • Anita West Side Story L.Bernstein
  • Adalgisa Norma V.Bellini
  • La fille ainée Au Monde P.Boesmans
  • Sarah Abraham D.Schnyder
  • Fruma Sarah Fiddler on the roof J.Bock
  • Háta Die verkaufte Braut B.Smetana
  • 8th Symphony G. Mahler
  • Stabat Mater G.B. Pergolesi
  • Missa Solemnis W.A. Mozart
  • 9th Symphony L. van Beethoven
  • Stabat Mater G. Rossini
  • Requiem W.A. Mozart
  • Requiem G. Verdi
  • Krönungskantate A.Glazunov

Presse und Kritiken

Allen voran Sanja Radišić (Lady Macbeth), die mit ihrem warmen Mezzosopran eine unglaubliche Bandbreite an Emotionen transportiert. In der Cavatine Vieni! T’affreta – Komm! Beeil dich setzt sie die großen Tonsprünge mit einer solchen stimmlichen Perfektion an, daß zwischen Höhe und Tiefe keine Patzer zu hören sind. Jeder Ton wird von ihr mit sehr viel Gefühl ausgesungen, dabei klingen die Spitzentöne strahlend und klar im Fortissimo, ebenso gelingt es ihr, mit ihrer Stimme düster und unheimlich in der Tiefe zu spielen. Ihr schauspielerisches Können beweist sie vor allem im letzten Akt: hier krümmt sie sich am Boden, lacht, weint und baut Schluchzer und Stöhnen in ihren Gesang ein. OPERAPOINT

Nur das Außerordentliche dieser Rolleninterpretation entschuldigt, dass SANJA RADISIC erst an zweiter Stelle genannt wird. Als genuiner Mezzo gehört sie zu den nicht wenigen tief gelagerten Sopranen, welche die Lady Macbeth sogar vorzugsweise interpretieren. Prominente Namen der Vergangenheit: Martha Mödl oder auch Astrid Varnay. Dann natürlich die tatsächlich als Mezzos klassifizierten Sängerinnen wie Christa Ludwig, Grace Bumbry, Shirley Verrett, alle freilich mit müheloser Höhe. Von der gloriosen Maria Callas ist erst gar nicht zu reden. Die Sanja Radisic offeriert zweimal souverän das gefürchtete hohe und meist ausgelassene hohe Des. Auch sonst bezwingt sie ihre horrend schwierige Partie mit Aplomb und Grandeur. Dass „schönes“ Singen bei der Lady alleine nicht ausreicht, hat bereits Verdi betont. Darstellerisch verkrallt sich Sanja Radisic in ihre Partie ebenso wie ihr Partner. Das intensive Bühnenspiel der beiden ist im Grunde erst der Nährboden für die Inszenierung von TOBIAS HEYDER. ONLINE MERKER

Sanja Radisic war eine imponierende Lady Machbeth und lief in der „Gran Scena del Sonnambulisso“ zu großer Form auf. Den Ausbruch verdrängter Schuldgefühle in dem neurotischen Zwang und vergeblichen Versuch, das Blut von den Händen abzuwaschen, gestaltete sie gesanglich und schauspielerisch mit beklemmender Intensität bis zum eindrucksvoll hingehauchten hohen Des. OPERFREUND

Radišićs mezzosopran lotet einen riesigen Tonraum aus.Der kling in der Höhe nicht immer schön, sie füttert ihn jedoch mit zunehmender emotionaler Intensität aus- bis in den ergreifenden Bühnentod.... Seine Lady findet in Sanja Radišić eine ungleich begabtere Schauspielerin, ja im eher gelungenen zweiten Teil des Abends betört sie regelrecht mit einem wunderbaren In-Ihrem-Körper-sein. Nach der Pause ist auch die sängerische Qualität so gut, dass die beiden Hauptdarsteller sich die Bravos des Premierenpublikums redlich verdienten. AACHENER ZEITUNG

Eveneens uit het huisensemble geplukt was de Servische sopraan Sanja Radišić, die Lady Macbeth vertolkte. Ze ging volledig op in haar rol en wist zowel zingend als acterend een manipulerende, gewetenloze Lady neer te zetten. In de hoogte wel wat schurend, maar voor het overige zeer aangenaam om naar te luisteren. En had Verdi niet ooit opgemerkt dat de Lady niet al te mooi moest zingen om haar karakter beter tot uitdrukking te laten komen? Ook hier had de vertolker haar fysiek mee: een rijzige, slanke vrouw, met op afroep een dreigende, sussende of sexy uitstraling. Goede casting! PLACE DE L’OPERA HOLAND

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